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10 Februar 2017 | 11:00

Dena startet Leitstudie Integrierte Energiewende

Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) startet eine Studie zur Verknüpfung der Energiesektoren Strom, Gebäude, Verkehr und Industrie.

Ziel der „Dena-Leitstudie Integrierte Energiewende“ ist es, Wissen und Anforderungen der Wirtschaft für eine erfolgreiche Ausgestaltung der zweiten Phase der Energiewende verfügbar zu machen. Gleichzeitig soll sie Unternehmen einen Orientierungsrahmen für Investitionen und zukunftsfähige Geschäftsmodelle in einem integrierten Energiesystem bieten.

Gemeinsam mit Unternehmen wird die Dena verschiedene Lösungspfade für alle Sektoren ausarbeiten und bewerten. Die Studie betrachtet die volkswirtschaftlichen Kosten, die Auswirkungen auf die Märkte und die gesellschaftliche Akzeptanz. Im Ergebnis werden Empfehlungen für Rahmenbedingungen entwickelt, die Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftlichen Erfolg ermöglichen.

Verlässlichen Orientierungsrahmen schaffen

„Für eine erfolgreiche und bezahlbare Energiewende brauchen wir einen sektorübergreifenden Diskurs mit Stakeholdern aus allen betroffenen Bereichen. Nur dadurch kann es gelingen, einen verlässlichen Orientierungsrahmen für deren zukünftige Gestaltung zu skizzieren. Hier setzen wir mit unserer Studie an", so Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung. Die politischen Zielvorgaben für den Umbau des Energiesystems bis 2050 seien gesetzt. Dennoch gebe es derzeit noch keinen Konsens darüber, welche Infrastrukturen, Netze und Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren erforderlich sind.

Angesichts der wachsenden Veränderungsdynamik der Energiewende wird es auch keinen Masterplan bis in das Jahr 2050 geben können, so Kuhlmann. "Für die immensen noch zu tätigenden Investitionen benötigen wir Lösungen, die nicht allein von der Politik vorgegeben, sondern von den unterschiedlichen Akteuren der verschiedenen Sektoren gemeinsam erarbeitet werden", betonte der Dena-Chef.

Effiziente Transformationspfade für die Sektorkopplung

Das sei die Grundlage für Investitionen in Infrastruktur und neue Geschäftsmodelle und damit auch für die Erschließung neuer Märkte durch eine wachsende Anzahl an Unternehmen, die die Energiewende erfolgreich gestalten wollen. Nur so ließen sich für die Sektorkopplung beziehungsweise die integrierte Energiewende die effizientesten Transformationspfade identifizieren und erfolgreiche Unternehmensstrategien entwickeln. (ad)

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