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05 Mai 2014 | 14:30

Unterschiedliche Ladezeiten schonen die Batterie

Mit dem Dienstverkehr bei Siemens und dem Pendlerverkehr bei Michelin kommt Rheinmobil zurzeit pro Fahrzeug auf durchschnittlich 3 000 elektrisch gefahrene Kilometer im Monat. , Bild: Markus Breig, KIT
Bild: Markus Breig, KIT
Mit dem Dienstverkehr bei Siemens und dem Pendlerverkehr bei Michelin kommt Rheinmobil zurzeit pro Fahrzeug auf durchschnittlich 3 000 elektrisch gefahrene Kilometer im Monat.
Das E-Mobilitätsvorhaben Rheinmobil untersucht das Langzeitverhalten von Batterien im Pendler- und Dienstverkehr.

Das Projekt Rheinmobil hat nachgewiesen, dass ein Mix aus schnellem und konventionellem Laden die Batterie schont. Dabei dauert eine Schnellladung rd. 30 min, für herkömmliches Laden wird hingegen eine Zeit von neun Stunden veranschlagt. Bislang gab es zum Einfluss der Schnellladetechnologie auf die Batterieleistung kaum Erfahrung. Nach den ersten insgesamt 100 000 gefahrenen Projekt-Kilometern steht nun fest, dass die Schnellladung Voraussetzung für eine hohe Auslastung ist, bei ausschließlicher Schnellladung jedoch kein Spannungsausgleich zwischen den einzelnen Batteriezellen erfolgt. Vielmehr wurden die Zellen unterschiedlich stark geladen, wodurch sich die nutzbare Kapazität der Batterie langfristig verringert. Rheinmobil setzt deshalb auf zusätzliches konventionelles Laden bei Nacht.

Ein weiteres Ergebnis der Forschungspartner Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Fraunhofer ISI sowie dem Mobilitätsdienstleister EML: Fahrzeuge sollten im Winter direkt im Anschluss an eine Fahrt geladen werden. Der Grund: Ist die Temperatur der Batterie zu niedrig, verlangsamt sich der Ladevorgang, um die Batterie zu schonen. Ladezeiten werden so verlängert.

Zum Projektdesign: Es wurden verschiedene Einsatzprofile von Dienst- und Pendlerfahrten zwischen Karlsruhe und dem Elsass untersucht. Am Start sind sechs siebensitzige Kleinbusse im Pendelverkehr bei Michelin und ein Pkw im Dienstverkehr bei Siemens. Die monatliche Fahrleistung der E-Mobile liegt bei etwa 3000 km. Im Rahmen des Projektes konnte bereits nachgewiesen werden, dass sich alle acht ursprünglich konventionellen Fahrzeuge im Alltag durch E-Mobile ersetzen lassen und das selbst in den kalten Wintermonaten, wenn die Witterung für einen Anstieg des Energieverbrauchs sorgt.

Das Projekt Rheinmobil ist eines von rd. 40 Projekten im Schaufenster Elektromobilität Baden-Württemberg und wird mit knapp einer Million Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Insgesamt stellt der Bund für die vier deutschen Schaufensterregionen Forschungsgelder in Höhe von 180 Mio. € bereit. (msz)




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Cent pro kWh – das ist der Mindestwert, auf den die EEG-Umlage nach Berechnungen der Agora Energiewende 2017 steigt. Konkret beziffert die Denkfabrik eine Spanne von 7,1 bis 7,3 Cent. Derzeit liegt sie bei 6,35 Cent pro kWh.