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14 März 2013 | 10:58

Trianel dementiert Rückzug aus Speicherkraftwerk

Die Bürgerinitiative "Rettet den Rursee" wirft Trianel vor, das geplante Pumpspeicherkraftwerk an der Rurtalsperre verkaufen zu wollen.

Die Bürgerinitiative beruft sich dabei auf ein internes Strategiepapier von Trianel, demzufolge das Unternehmen das geplante Pumpspeicherkraftwerk am Rursee (bei Aachen) nur bis zur Baureife verfolgen wolle. Danach soll es in die Hände von Dritten weitergegeben werden, berichtet die Kölnische Rundschau gestern (13. März).

Die Stadtwerke-Kooperation habe umgehend dementiert: "Dieser Eindruck ist falsch", teilte der Sprecher der Geschäftsführung, Sven Becker, mit. "Trianel und die Projektpartner haben im Februar das Budget 2013 für die Fortführung der Projektarbeiten an allen drei Standorten freigegeben. Dazu gehört auch, die Projektarbeiten im eigenen Interesse an der Eifel fortzuführen". Allerdings müsse das Regionalplanänderungs- und Raumordnungsverfahren erst abgeschlossen werden, um entscheiden zu können, welcher Standort als erster weiterentwickelt werde. Man gehe davon aus, dass jeder genehmigungsfähige Standort auch realisiert werden könne.

Am kommenden Freitag will der Bezirksplanungsrat über das Projekt entscheiden. Stefan Götz, CDU-Fraktionsvorsitzender des Regionalrats Köln und Mitglied im Bezirksplanungsrat, schließt nicht aus, dass das Projekt scheitern könnte. Ihm fehle eine klares Bekenntnis von Trianel, die sich trotz Dementi zu nichts verpflichtet hätten. Die Bürgerinitiative habe derweil eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Köln erhalten, weil der als vertraulich gekennzeichnete Bericht Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse von Trianel enthalte. Eine Unterlassungserklärung sei bereits versandt worden, darin werde bei Zuwiderhandlung mit empfindlichen Strafen gedroht. (sg)

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