DIW: Brennelementesteuer wäre verkraftbar
(vom 29.07.2010)
Die derzeit diskutierte Brennelementesteuer wäre für Kernkraftwerksbetreiber wirtschaftlich verkraftbar, vorausgesetzt, der Strompreis bleibe auf dem derzeitigen Niveau von ca. 6,5 ct/kWh, hat das DIW Berlin errechnet.
Eine Laufzeitverlängerung brächte den Energiekonzernen jährliche Zusatzgewinne von 6,4 Mrd. €, daraus könnten sich die Unternehmen sowohl die Brennelementesteuer als auch eine Zusatzabgabe leisten, so Claudia Kemfert, Energieexpertin des DIW. Nach von ihr durchgerechneten Szenarien könnten die Kernkraftwerksbetreiber eine Zusatzabgabe allein bei konstant niedrigen Strompreisen von 5 ct/kWh nicht mehr bezahlen; dieses Szenario sei aber extrem unwahrscheinlich.
