PV-Branche erwartet „schlimmsten Angriff“ - erste Demonstrationen

(vom 22.02.2012)
Die deutsche PV-Branche erwartet in den kommenden Tagen den „schlimmsten Angriff“ auf die Branche schlechthin, so Karl-Heinz Remmers, Gründer des Unternehmens Solarpraxis in einem Brandbrief.

Die politischen Beratungen des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) und des Bundesumweltministeriums (BMU) hätten sich vollkommen von der Öffentlichkeit abgekoppelt. Intern, so Remmers, wurden an die Mitarbeiter der Ministerien harte Maulkörbe verteilt und auch offenbar knallhart mit Disziplinarverfahren gedroht, falls noch irgendwas nach draußen dringt. Der gesetzlich notwendige Dialog mit der Branche sei eingestellt. Remmers erwartet harte Einschnitte. Das Schlimme sei, dass das BMWi die eigene Wirtschaft bekämpfe und seine heimische Hightech-Branche kaputt mache („friendly fire“ aus dem eigenen Wirtschaftsministerium). Andere Länder wie US-Amerikaner, Japaner, Koreaner, Chinesen würden ihre Hightech-Betriebe unterstützen. „Es ist höchste Zeit, laut zu werden, und diesmal richtig. Denn sonst wird es nicht verstanden, dass man so nicht mit einer Hightech-Branche umgehen kann“, so Remmers. Die ersten Unternehmen haben nun Demonstrationen angekündigt. Centrosolar wird morgen mit etwa 1000 Mitarbeitern gegen geplante radikale Kürzungen protestieren. Die Branche fürchtet, dass bereits am 29. Feb. neue Regelungen im Kabinett beschlossen werden. (al) 

 

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