Bahn frei für Nordlink

Bei zwei Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht kam es zu einer außergerichtlichen Einigung.

Der Verwirklichung des geplanten Seekabels „Nordlink“ von Deutschland nach Norwegen steht nichts mehr im Wege. Nach außergerichtlichen Einigungen wurden zwei Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen das Vorhaben zurückgenommen. „Damit sind die Planungen für eines der entscheidenden Projekte der Energiewende nicht mehr gerichtlich angreifbar“, erklärte Energiewendeminister Robert Habeck (Schleswig-Holstein).

Geklagt hatten zwei Grundstückeigentümer. In einem Fall ging es um den Abstand zu der geplanten Konverterstation, in dem anderen Fall um ein Überleitungsrecht – eine Berechtigung, auf dem betroffenen Grundstück über dem Nordlink-Kabel eine eigene Leitung zu legen. In beiden Fällen fand der Übertragungsnetzbetreiber Tennet jeweils Lösungen.

Nordlink verbindet die in Schleswig-Holstein erzeugte Windenergie und die Stromproduktion aus Wasserkraft in Norwegen in optimaler Weise. "Nordlink ist nicht zuletzt auch ein hervorragendes Beispiel für die praktische Umsetzung der Energieunion. Die Energieversorgung von Norwegen und Deutschland rückt zusammen", so der Minister.

Die rund 640 Kilometer lange Leitung soll Ende 2019 den technischen und im Jahr 2020 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. „Verlässliche politische Rahmenbedingungen und Verbindlichkeit getroffener Entscheidungen sind für solch umfangreiche Vorhaben enorm wichtig. Unsere norwegischen, niederländischen und deutschen Partner von Statnett, TenneT und KfW bis hin zu den Regierungsvertretern der beteiligten Länder haben sich vorbildlich hinter das Projekt gestellt“ sagte Habeck. (al)