Netzausbau: Klage von Gegnern abgewiesen

Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Klage gegen den Planungsfestellungs-Beschluss zur "Thüringer Strombrücke" abgelehnt.

Eine Gemeinde, eine Waldgenossenschaft und private Grundstückseigentümer hatten mit ihrer Klage gegen die Hochspannungstrasse quer durch Thüringen nach Grafenrheinfeld keinen Erfolg, berichtet die Süddeutsche Zeitung heute (19. Juli). Die Richter des Bundesverwaltungsgericht urteilten demnach, dass das Projekt eine "tragende Funktion" habe. Zudem würde die Trasse in weiten Teilen zusammen mit Autobahn und ICE-Trasse verlaufen, was den Eingriff in die Landschaft deutlich verringere.

Allerdings habe das Urteil für den eigentlichen Bau der Trasse nur wenig Konsequenzen, berichtet das Blatt, da dieser schon seit Anfang vorhigen Jahres laufe. Zumindest herrsche jetzt endgültig Rechtssicherheit, so ein Sprecher des Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz zur "SZ". Hätte der Netzbetreiber dieses Verfahren verloren, hätte er die bereits errichteten Teile der Leitung wieder abreißen müssen. Weitere Klagen habe es nicht gegeben. Bislang sei der erste Abschnitt mit 76 km Länge bereits fertig, der zweite mit 57 km habe schon eine Genehmigung, die sich nicht mehr vor Gericht anfechten lasse und zum dritten und letzten Abschnitt laufe das Verfahren noch. Klagen hierzu sind noch möglich. Bis 2015 will 50 Hertz mit der Leitung fertig sein. (sg)