Tacheles – November 2013

Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Thomas Hamacher und Armin Laschet sprechen Klartext.

»Die Energiewende braucht Reformen. Ein Kostenschnitt würde helfen, ihr die volle Handlungsfähigkeit zu sichern.« (Prof. Dr. Klaus Töpfer, IASS Potsdam)

Die für zwanzig Jahre rechtsverbindlich zugesagte Förderung summiere sich zu einer Altlast, die das Gros der EEG-Umlage bilde. Die Übertragung von Zahlungsverpflichtungen des EEG in einen Altschuldenfonds ließe die Innovationskosten künftig nicht mehr auf der Stromrechnung auftauchen,  so Töpfer und Nachhaltigkeitsrats-Chef Dr. Günther Bachmann. Es würde sichtbar, dass die erneuerbaren Energien die Wettbewerbsfähigkeit erreichen.








»Die Franzosen werden nicht gleich aus der Kernenergie aussteigen. Man muss Techniken kombinieren.« (Prof. Dr. Thomas Hamacher, TU München)

Schier Unvereinbares will der Wissenschaftler an der Munich School of Engineering der TU München europaweit und in einem Energiesystem der Zukunft zusammenführen: Kernenergie und Erneuerbare. Speziell für Bayern sieht er größere Mengen an Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Die bayerische KWK-Strategie sei nicht das Dümmste. Allerdings, so der Energiefachmann, müsse man auch die Batterieforschung intensivieren.








»Die Energiewende muss kompatibel zum Binnenmarkt werden. Klimaschutz sollte man nicht aufweichen.« (Armin Laschet MdL, NRW-CDU)

Allerdings sei man in ihrer Erreichung so erfolgreich, dass man die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft wieder mehr in den Fokus rücken könne. „Wir brauchen für ganz Deutschland einen Konsens, der Schluss macht damit, dass
jedes Bundesland seine eigene Energiewende plant und sich für autark erklärt. Wir müssen das Erneuerbare-Energien-Gesetz europäisieren.“