Salzburg-Leitung kommt einen Schritt vorwärts

Die geplante, höchst umstrittene 380-kV-Hochspannungsleitung von Elixhausen nach Kaprun erhält einen positiven Bescheid der Umweltverträglichkeitsprüfung.

Die so genannte Salzburg-Leitung in Österreich ist der Lückenschluss im 380-kV-Ring in Österreich: Die Freileitung ist 113 km lang und verläuft zwischen Elixhausen und Kaprun. Im Gegenzug sollen rund 193 km an bestehenden 110- und 220-kV-Leitungen abgebaut werden, schreibt der "Standard".

Am Montag gab es einen positiven Bescheid, für das höchst umstrittene Vorhaben. Geprüft wurden Gesundheitsbedenken, der zu erwartende Eingriff in Naturschutzgebiete, technische Alternativen und die Fragen, ob das öffentliche Interesse überwiege. Nun haben nach Angaben des Blatts zahlreiche Gutachten, auch eines vom Land selbst, ergeben, die Leitung sei notwendig. Selbst technische Alternativen wie eine Teilverkabelung seien nicht in Frage gekommen.

Laut dem "Standard" sind Umweltschützer, Tourismusvertreter, Bürgerinitiativen und einzelne Gemeinden gegen die Leitung gewesen. Befürwortet werde sie hingegen von den Salzburger Sozialpartnern, der Arbeiter- sowie der Wirtschaftskammer und der Industrievereinigung. Die Gegner können vom 20. Dezember bis zum 27. Januar Beschwerden gegen das erstinstanzliche Prüfergebnis einlegen. Die Einsprüche gehen an die nächste Instanz, das Bundesverwaltungsgericht, und haben damit eine aufschiebende Wirkung. (sg)