Funkamateure können z. B. bei großflächigen Stromausfällen Nachrichtenverbindungen schaffen. Das wird geübt, so wie hier im Saarland. Bild: DARC

Notfunk bei Stromausfall

Funkamateure probten am Wochenende in Kaiserslautern die Not-Kommunikation u. a. bei einem großflächigen Stromausfall.

Veranstalter war die Notfunkgruppe Südwest des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC). Funkamateure aus Deutschland und dem benachbarten Ausland informierten sich über den Aufbau eines regionalen sowie autarken Notfunk-Relaisnetzes und allgemein über das Thema "Not- und Katastrophenfunk". Ein Fachreferat beschäftigte sich mit dem Risiko eines flächendeckenden Stromausfalls aus Sicht der Energieversorger.

Funkamateure sind wegen ihrer Fachkunde und ihrer Technik in der Lage, auch bei Ausfällen der Stromversorgung und der üblichen Kommunikationssysteme wie z. B. der Handynetze Nachrichtenwege auch mit großer Reichweite zu installieren. Beim schweren Erdbeben in Nepal am 25. April z. B. haben sie über Kurzwelle ein internationales Notfunksystem eingerichtet. Da das Telefonnetz in den betroffenen Gebieten überlastet bzw. ausgefallen war, sei der Amateurfunkdienst die einzige Möglichkeit gewesen, die Kommunikation nach Nepal aufrechtzuhalten und Hilfsaktionen zu koordinieren, meldet der DARC. Solche Notfunknetze können natürlich auch innerhalb Deutschlands aufgebaut werden. (hi)