Fast zeitgleich: Erstes Feuer im Kraftwerk Hamburg-Moorburg und Spatenstich (Bild) für den Wärmespeicher Tiefstack mit Hamburgs "Erstem" Olaf Scholz. Bild: Bengt Langewww.bildwerk-lange.d

Erstes Kohlefeuer im Kraftwerk Moorburg

Der Kessel des Kraftwerks Hamburg-Moorburg ist zum ersten Mal mit Kohle befeuert worden. Zudem war Spatenstich für den Wärmespeicher Tiefstack.

Der Prozess des ersten Kohlefeuers dient zum einen der Einstellung der Kohlemühlen und Brenner für eine effiziente und schadstoffarme Verbrennung, zum anderen zum Erreichen einer hohen Reinheit des erzeugten Dampfes, meldet Betreiber Vattenfall. Wenn im späteren Betrieb der Dampf durch die Turbine geleitet wird, darf er keine Verunreinigung mehr enthalten, die die Turbinenschaufeln schädigen könnten. Der Prozess des ersten Kohlefeuers wird über mehrere Wochen in verschiedenen Laststufen des Kessels betrieben. Die für das Kohlefeuer benötigte Kohle ist bereits im März per Schiff angeliefert. Die Wasserversorgung und -aufbereitung sind auch schon in Betrieb. Die Systeme zum Zünden des Feuers im Dampferzeuger wurden geprüft und eingestellt. Mit dem ersten Kohlefeuer gehen auch die ersten beiden Hauptkomponenten der Rauchgasreinigung, der elektrostatische Rauchgasfilter und die Rauchgasentschwefelungsanlage, in Betrieb. Die dritte Stufe der Rauchgasreinigung, der Einbau der Katalysatoren, folgt etwa einen Monat nach dem ersten Kohlefeuer.

Am Kraftwerksstandort Tiefstack dagegen nahm Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz den ersten Spatenstich für den Bau eines Wärmespeichers vor. Der Wärmespeicher mit einem Volumen von 20 000 Kubikmetern wird über eine Speicherkapazität von 900 MWh verfügen.  (hi)