Bund will ostdeutsche Länder entlasten

Wegen der hohen Netzentgelte im Osten der Republik plant der Bund jetzt eine Vereinheitlichung.

Die Netzentgelte in den ostdeutschen Bundesländern sind aufgrund des hohen Anteils an erneuerbaren Energien sehr hoch. Nun plant der Bund eine Entlastung. Dies teilte  Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gestern bei einem Gespräch mit Vertretern der Energiebranche in Potsdam mit, berichtet die "Thüringer Allgemeine".

Laut Woidke will der Bund noch in diesem Jahr die sogenannten Übertragungsnetzentgelte vereinheitlichen und ab 2018 das Berechnungsniveau der sogenannten vermiedenen Netzentgelte schrittweise senken, erläutert die "Thüringer Allgemeine". Brandenburger zahlen nach Angaben der Landesregierung deutschlandweit die höchsten Leitungsgebühren. Ein Brandenburger Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh zahlt beispielsweise jährlich rund 90 Euro mehr als ein vergleichbarer Haushalt in Nordrhein-Westfalen; dies zeigte eine Berechnung des Brandenburger Wirtschaftsministeriums im Juni auf. (al)