Fehlende Grenzkapazitäten könnten bei der Stromverorgung Zentraleuropas Probleme bereiten, sagt Entso-E mit ihrem Generalsekretär Konstantin Staschus. Bild: Entso-E

Stromversorgung im Sommer sicher, aber…

In Zentraleuropa wird genug Strom erzeugt, um den kommenden Sommerbedarf zu decken.

Sagt der Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Entso-E in seinem aktuellen Report. Allerdings könne das Stromsystem bei extremen Wetterlagen, geringer Verfügbarkeit konventioneller wie auch bei wenig erneuerbarer Erzeugung unter Stress geraten, melden die ÜNB. Import- und Exportkapazitäten würden wiederum eine wichtige Rolle spielen.

Entso-E hat die Situation für Belgien, Dänemark, die frühere jugoslawische Republik Mazedonien, Ungarn und Polen besonders berücksichtigt und festgestellt, dass diese Staaten den Sommer über Importe benötigen, komplett oder teilweise. Belgiens Bedarf sei im September möglicherweise z. T. besonders hoch. Bei Erzeugungsausfällen und geringem Angebot der Erneuerbaren könne Belgiens Importkapazität womöglich nicht ausreichen.

In ganz Zentraleuropa könnten mangelnde grenzüberschreitende Kapazitäten Probleme bereiten, wenn geringe Nachfrage, hohe volatile und nicht-volatile Erzeugung zusammenträfen.

Der aktuelle Entso-E-Report zeige erneut, dass grenzüberschreitende Stromflüsse und die Infrastruktur an den Grenzen eine Schlüsselrolle bei der Sicherstellung der europäischen Stromversorgung spiele, so Konstantin Staschus, Generalsekretär des Entso-E. (hi)