Stadtwerke: Großes Interesse an Borkum II

Die Stadtwerke Bochum wollen sich definitiv an der zweiten Ausbaustufe beteiligen. In welcher Höhe ist allerdings noch offen.

Die Ausschreibungen laufen noch bis Mitte diesen Jahres, das Financial Closing für die zweite Ausbaustufe des Trianel-Offshore-Windparks Borkum ist in der ersten Jahreshälfte 2017 geplant. "Das Interesse von kommunalen Unternehmen an einer Beteiligung ist sehr groß", sagt Maik Hünefeld, Pressesprecher Erzeugung bei der Stadtwerkekooperation Trianel auf Anfrage der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK). Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum, bestätigt dies. Die Stadtwerke Bochum würden voraussichtlich im Herbst dem Aufsichtsrat eine Beteiligung an dem Projekt vorschlagen. "Ob das in der selben Höhe sein wird wie bei Borkum I sei mal dahingestellt", erklärt Spohn. Die Bochumer Stadtwerke sind mit 18,5 Prozent der größte Anteilseigner am ersten rein kommunalen Windpark Europas. Dieser verfügt über eine Leistung von 200 Megawatt, durch den Bau von Borkum II soll sich diese verdoppeln.

Entwickelt wird die zweite Ausbaustufe in einem Joint-Venture von Trianel und dem Oldenburger Energieversorger EWE. Trianel hält aktuell 60 Prozent der Anteile an der Projektentwicklung, EWE die restlichen 40 Prozent. Ob sich EWE auch am Bau von Borkum II beteiligt, ist noch offen. "Es ist ein interessantes Projekt, deshalb sind wir in die Planung miteingestiegen. Jetzt schauen wir, ob und in welcher Höhe wir uns finanziell beteiligen", sagt EWE-Sprecher Christian Bartsch. Die Investitionskosten für die zweite Baustufe des Windparks werden von Trianel zwischen 800 und 900 Millionen Euro veranschlagt. "Dass die Umspannplattform und damit die Netzanbindung schon vorhanden ist, macht das Projekt wirtschaftlich attraktiv", so Trianel-Sprecher Maik Hünefeld. Geplanter Baubeginn ist in 2017, im Jahr 2019 soll Borkum II ans Netz gehen. (hoe)