Keine Abfederung steigender Energiepreise

Es werde weder Subventionen für Reservekraftwerke noch für ärmere Menschen geben, sagte Bundesumweltminister Altmaier gegenüber dem „Focus“.

Er wolle die Kosten der Energiewende nicht mit zusätzlichen Staatsausgaben abfedern bzw. keine neuen Subventionen schaffen, denn die Energiepolitik müsse künftig marktwirtschaftlich ausgerichtet werden. Ziel müsse sein, dass Solaranlagen in spätestens fünf Jahren ohne Zuschüsse wettbewerbsfähig seien.

 

Klar sei, dass die Strompreise durch die Energiewende steigen werden, so Peter Altmaier. Der Atomausstieg sei dennoch volkswirtschaftlich geboten,  denn die fossilen Energieträger würden einen solchen Preisanstieg erfahren, dass man eine moderne Volkswirtschaft damit nicht mehr wettbewerbsfähig halten könne. Die Energieversorgung der Zukunft werde im wesentlichen auf Erneuerbaren beruhen müssen. „Sozialtarife für Einkommensschwache müssten von den Facharbeitern und Mittelverdienern bezahlt werden. Deshalb will ich, dass vorher alle Einsparpotenziale mobilisiert werden. Wenn der Strompreis um drei bis vier Prozent steigt, kann man mit einer klugen Stromsparberatung mindestens genau so viel Verbrauch einsparen." (ad)