Der Blick ins Rohrnetz

Risse, Muffenversätze, Ablagerungen oder das Eindringen von Wurzeln: Die Rohre im Untergrund mit ihren Abzweigungen unterliegen den vielfältigsten Einflüssen und können dadurch in Ihrer Funktion eingeschränkt werden.

Im Falle von Schäden kann deshalb das Abwasser im Untergrund versickern und dadurch negative Auswirkungen auf die Qualität des Trinkwassers haben. Die Gesetzgeber haben diesbezüglich gehandelt: Mitte des Jahres hat beispielsweise das Land Nordrhein-Westfalen eine Dichtheitsprüfung für alle Grundstücksentwässerungsanlagen durchgesetzt (ZfK 09/11, 24). Bundesweit ist nach §18b Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit DIN 1986-30 eine Untersuchung aller Grundstücksentwässerungs-Leitungen und Schächte bis spätestens 31. Dez. 2015 angeordnet, die noch nie geprüft wurden. Um nun den Zustand des Kanalnetzes zu erkunden, haben sich abbiegefähige TV-Kamera-Systeme auf dem Markt etabliert. Es gibt Systeme, die mit einem fahrbaren Untersatz ausgestattet sind und solche, die mit Spüldüse und Rückstoßprinzip funktionieren. Vor dem Untersuchen der Kanäle mit einer abbiegefähigen Kamera reinigen die Fachleute zunächst die verzweigten Abwasserleitungen. Dieser Schritt ist wichtig, um mögliche Rohrschäden sichtbar zu machen. Hydraulische Kameras erreichen eine größere Reichweite als geschobene Kameras. Die ZfK untersuchte den Markt und präsentiert die wichtigsten Merkmale der abbiegefähigen Kameras der unterschiedlichen Hersteller.

(aus der Zfk-Dezemberausgabe 2011 Seite 18)