Gas-Spotmarkt Mai – Juli 2015

Niedriger Sommer-Winter-Spread: Die Gas-Spotpreise sind in der ersten Juli-Hälfte um 5 % gestiegen und in den letzten Handelstagen in gleicher Höhe zurückgegangen.





Ein Treiber war, dass die Gasliefer-Verhandlungen zwischen Ukraine und Russland für die zweite Jahreshälfte scheiterten, so eine Analystin. Die russische Forderung lag mit 20,60 €/MWh dicht an den Marktpreisen, die Ukraine erwartete einen Preis von 17–18 €/MWh. Da die Ukraine keinerlei Bereitschaft zeigt, Marktpreise zu zahlen, und deshalb die Vorauszahlungen zurückhielt, liefert Gazprom – wie seit Juni 2014 – wieder nur noch Transitmengen dorthin. Weiterer Treiber war angesichts der Hitze die Nachfrage italienischer Gaskraftwerke für Klimaanlagen. Die Gegenbewegung kam durch – im Ausmaß überraschende – höhere norwegische Exporte zustande, nachdem Wartungen ein Ende fanden.