Kein alltägliches Projekt: Verlegungung eines 380-kV-Erdkabels in Köln Bild: Rheinenergie

Großbaustelle in Köln

Rheinenergie verlegt derzeit das längste 380-kV-Erdkabel Deutschlands.

Die Rheinenergie verlegt derzeit im Kölner Norden ein 380-kV-Kabel, um das neue Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk Niehl 3 an das deutsche Verbundnetz anzuschließen. Mit einer Gesamtlänge von rd. 9 km ist es das längste erdverlegte 380-kV-Kabel Deutschlands. Bis 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Zur Zeit werden in einigen Abschnitten der Emdener Straße die ersten von insgesamt 27 Kabelsträngen verlegt. Die Stromleitungen haben einen Durchmesser von rd. 13 cm. Geliefert werden sie auf etwa 25 t schweren und 4,3 m hohen Spulen. "Erdkabel dieser Dimension verlegt auch ein Unternehmen wie die Rheinenergie nicht jeden Tag. Dieser Kabelzug ist für uns ein technischer Meilenstein beim Bau unseres neuen Kraftwerks Niehl 3, das für uns eines der wichtigsten Projekte der letzten 30 Jahre ist", sagt Rheinenergie-Netzvorstand Dr. Andreas Cerbe.

Experten ziehen und pressen die bis zu 1200 m langen Kabel mit sattelschleppergroßen hydraulischen Maschinen in die bereits im Erdreich verlegten Leerrohre. Die Spezialmaschinen arbeiten mit einer Kraft von bis zu 5 t und einer Geschwindigkeit von 10 m/min.

Die Rheinenergie investiert rd. 350 Mio. €  in ihr neues Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerk Niehl 3, das 2016 ans Netz gehen soll. Die Anlage versorgt in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bis zu eine Million Haushalte mit Strom und liefert zusätzlich klimafreundliche Fernwärme für rd. 30 000 Haushalte. Dank eines Wirkungsgrads von 86 % lassen sich jährlich im Vergleich zu älteren Anlagen rd. 400 000 t CO2 einsparen. (al)