Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur (BNetzA) Bild: Bundesnetzagentur

Homann begrüßt Fortschritte bei EnLAG-Vorhaben

52 km neue Stromleitungen und beschleunigte Verfahren der Genehmigungsbehörden stimmen den BNetzA-Chef optimistisch.

Gestern noch gerügt, heute begrüßt. Am Samstag monierte der Chef der Bundesnetzagentur (BNetzA), Jochen Homann, gegenüber DPA, dass im laufenden Jahr kein einziger Kilometer Stromnetz nach dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) gebaut worden sei. So ist es auch im aktuellen Monitoringbericht der BNetzA nachzulesen. Dies berichtete "Spiegel online" am 7. Dezember, die ZfK veröffentlichte eine Meldung am Montag.

In einer gestrigen Pressemitteilung der BNetzA begrüßte nun Homann die Fortschritte bei den EnLAG-Vorhaben. So hätten die Netzbetreiber inzwischen mitgeteilt, dass 2013 tatsächlich 52 km neue Leitungen fertiggestellt worden seien – eine Tatsache, die der BNetzA zuvor anscheinend nicht bekannt war. So konnte der Betreiber Amprion die 30 km lange Strecke Grafschaft-Sechtem in Nordrhein-Westfalen fertigstellen. Auch der Betreiber 50Hertz vermeldete, dass in Ostdeutschland Leitungen auf einer Strecke von 22 km gebaut worden seien. Diese neuen Zahlen begrüßt nun der Chef der BNetzA. Dabei sind von den bis Ende 2015 vorgesehenen Ausbaumaßnamen in einem Umfang von fast 1900 km bis heute nur 270 km tatsächlich in Betrieb genommen worden. (msz)