Netzentgelte: VKU sieht Netzagentur in der Pflicht

Der Branchenverband sieht keine Notwendigkeit für eine Änderung des geltenden Rechtsrahmens bei den Netzentgelten.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) erteilt Forderungen der Verbraucherschützer nach mehr Transparenz bei den Netzentgelten eine Absage. "Der Bundesnetzagentur liegen alle notwendigen Informationen, auch die
ungeschwärzten Bilanzen der Netzbetreiber, zur Prüfung vor. Es gibt somit
kein Informationsdefizit bei der Regulierungsbehörde", hält der VKU heute in einer Pressemitteilung fest. Damit sei es auch nicht notwendig, den geltenden Rechtsrahmen zu ändern. Für die (Verteil-)Netzbetreiber existierten bereits zahlreiche Veröffentlichungspflichten hinsichtlich Struktur und Jahresabschluss, und zwar nicht nur an die Regulierungsbehörden.

"Mit Blick auf die erhobenen Vorwürfe sehen wir auch Regulierungsbehörden in der Pflicht, zukünftig als Mittler zwischen den Interessen von Verbrauchern und Netzbetreibern aufzutreten", so der VKU weiter. Auch die Regulierungsbehörden seien in der Verantwortung, die interessierte Öffentlichkeit unter Wahrung der berechtigten Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Unternehmen objektiv zu informieren. Der bestehende Rechtsrahmen liefere dafür die passende Grundlage. (hoe)