Das Umspannwerk Bad Lauchstädt von Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission. Bild: 50 Hertz

Thüringen-Trasse: Verfassungsgericht angerufen

Gegner der 380-kV-Trasse durch den Thüringer Wald haben jetzt tatsächlich Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt.

Wie der Rechtsanwalt dreier betroffener Grundeigentümer, der Münchner Professor Tillo Guber, mitteilte, sei der massive Ausbau durch den Thüringer Wald nicht notwendig. Statt der vier Systeme würden nur zwei benötigt. Die drei Beschwerdeführer aus dem Ilm-Kreis greifen das Energieleistungs-Ausbaugesetz an. Nach dessen Vorgaben soll die Leitung gebaut werden. Die Landrätin des Ilmkreises, Petra Enders, hatte bereits am 22. Nov. dem "MDR Thüringen" berichtet, dass Gegner des Leitungsbaus das Verfassungsgericht anrufen würden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte im Juli mehrere Klagen gegen den Weiterbau zurückgewiesen.Der Freistaat Thüringen hält das Projekt für die Energiewende und den Transport des Windstroms aus den neuen Bundesländern nach Süden für "zwingend geboten".

Der 57 km lange Abschnitt der Stromtrasse, Bauherr Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission, führt von Erfurt-Vieselbach nach Altenfeld am Rennsteig. Die gesamte 380-kV-Freileitung verbindet das Umspannwerk Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) über 210 km mit Redwitz in Bayern. (hi)