Unwetter über Deutschland sorgten für Stromausfälle und andere Störungen. Bild: ZfK-Hi

Unwetter: Tausende ohne Strom

Die schweren Unwetter gestern Nacht (20. Juni) haben in Teilen des Bundesgebiets zu Stromausfällen und anderen Störungen geführt.

Tief „Manni” sorgte im Netzgebiet der Mitnetz Strom (Halle) für zahlreiche Unterbrechungen. „In der Spitze waren rd. 25.000 Kunden zeitgleich ohne Strom. Schwerpunkte waren der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit bis zu 5300 unversorgten Kunden, der Landkreis Nordsachsen mit rd. 7200 und der Landkreis Mittelsachsen mit ca. 3700 betroffenen Kunden”, meldet Mitnetz. Vor allem umstürzende Bäume, abgebrochene Äste und Blitzeinschläge hätten teils erhebliche Schäden an den Anlagen verursacht. Der Starkregen und quer liegende Bäume hätten die Arbeiten zur Wiederversorgung massiv behindert: „Wo es möglich war, wurden die Kunden durch Umschalten auf andere Leitungen und Einsatz von Netzersatzanlagen wiederversorgt.” Seit den frühen Morgenstunden liefen die Reparaturarbeiten auf Hochtouren. Die Schadenshöhe lasse sich noch nicht abschätzen.


Auch aus dem Raum Trier und Bitburg werden witterungsbedingte Stromausfälle gemeldet, ebenso in Hermeskeil im Hunsrück und im Raum Koblenz. In Leipzig kämpfte lt. LVZ online die Polizei mit Stromausfällen. Im saarländischen Wadern beschädigte Blitzschlag eine Gasleitung. Etwa 350 Haushalte waren vorübergehend ohne Gas.

In Leipzig brach nach Unwetterschäden der gesamte Bus- und Straßenbahnverkehr für einige Zeit zusammen. Nach Überflutungen, umgestürzten Bäumen und Stromausfällen im gesamten Netzbereich sei der Fahrplan außer Kraft gesetzt, so die Leipziger Verkehrsbetriebe gestern Abend. In Berlin entgleiste bei einem schweren Gewitter ein S-Bahn-Zug. Die Fahrgäste blieben unverletzt. (hi)