Model Isabel
Bild: Uwe Steinbrich / pixelio.de

Wasserkisten schleppen lohnt sich nicht

"Schleppen lohnt sich nicht", lautet das Fazit der Stiftung Warentest bei der Untersuchung von stillen natürlichen Mineralwässern.

Keines habe überzeugen können; jedes der 29 geprüften Wässer habe irgendeine Schwachstelle: Die einen bieten nur wenig Mineralstoffe, andere haben Keime, manche Kennzeichnungsmängel oder leichte geschmackliche Fehler. Bequemer und wesentlich günstiger kommt Wasser aus dem Hahn, so die Juli-Ausgabe der Zeitschrift test. Der Preisunterschied sei aber enorm. Leitungswasser kostet den Bruchteil eines Cents pro Liter. Im Supermarkt und beim Discounter zahlt man dagegen 13 Cent, für die Wässer klassischer Marken wie Vittel, Evian und Gerolsteiner sogar meist über 50 Cent pro Liter. Dabei liefern fast zwei Drittel der Wässer nur sehr wenig oder wenig Mineralstoffe, viele sogar weniger als Leitungswasser. Auch abgefülltes Wasser sei nicht unbedingt keimfrei. In mehr als jeder dritten Flasche fanden die Tester Keime. Grundsätzlich muss Wasser - ob aus der Leitung oder aus der Flasche - nicht keimfrei sein, darf aber keine Krankheitserreger enthalten. Indes gelten für Leitungswasser teils strengere Grenzwerte als für Mineralwasser, etwa für Pestizide und Uran. Immerhin: Rückläufig im Vergleich zu früheren Tests sind die Gehalte an Acetaldehyd, die aus Kunststoffflaschen ins Wasser wandern können. Nur sechs Produkte enthielten geringe Mengen. (wa)