Regelstrecken für die Beimischung des Trinkwassers an den drei Einspeisepunkten. Bild: SWN

Neumarkter Trinkversorgung ist gesichert

Kürzlich hat die Stadt Neumarkt eine neue Trinkwasserpipeline in Betrieb genommen. Die Baukosten beliefen sich auf 17 Mio. €.

Das im letzten Jahr in der Wasserversorgungsbranche als größte Baustelle Bayerns bezeichnete Projekt ist nun in trockenen Tüchern: Ende April konnte die Trinkwasserpipeline zwischen der Wasserversorgungsgruppe Laber-Naab und der Stadt Neumarkt in Betrieb genommen werden – von nun an mischen sich die beiden Gewässer.

Überlegungen zur Sicherstellung der Neumarkter Trinkwasserversorgung laufen bereits seit den 80er Jahren. Schließlich entschied man sich, Zusatzwasser aus dem Versorgungsgebiet der Laber-Naab-Gruppe als zweites, unabhängiges Standbein zu beziehen.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren wurden insgesamt gut 40 km Wasserrohre verlegt, der Hochbehälter Hohenlohe um 6000 m3 auf 9000 m3 erweitert und ein Hochbehälter mit 2000 m3 Fassungsvermögen als Zwischenspeicher errichtet. Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf 17 Mio. €, wovon ca. 7,5 Mio. € die Stadtwerke Neumarkt tragen.

Das Wasser legt nun den folgenden Weg zurück: Zunächst bereitet der Zweckverband Laber-Naab das aus einem Brunnen gewonnene Wasser auf. Anschließend erfolgt der Transport in den Hochbehälter Hohenlohe. Entlang des natürlichen Gefälles läuft es von dort aus zum neuen Hochbehälter Heiligenholz der Stadtwerke Neumarkt. Hier wird das Wasser tagsüber zwischengespeichert, in den Nachtstunden wird es dann in das Versorgungsnetz der Stadtwerke eingespeist. Im Zuge der Einspeisung wird es mit dem aus dem Missgebiet gewonnenen Trinkwasser vermischt und dann in zwei weitere Hochbehälter weitergeleitet. Zwischen Hochbehälter Heiligenholz und dem Einspeisepunkt erstreckt sich ein Gefälle von 150 m. Das Wasser treibt hier eine Turbine zur Stromgewinnung an. (msz)