Die Kooperation zwischen AVU und Mark-E ist beschlossen (v.l.): Markus Kosch (Prokurist AVU Netz), Uwe Träris (Vorstand der AVU), Erik Höhne (Vorstandssprecher Enervie), Volker Neumann (Geschäftsführer Enervie Vernetzt), Hansjörg Sander (Geschäftsführer AVU Netz) und Roland Rüther (Leiter Wassergewinnung Mark-E). Bild: Bernd Henkel

Mark-E und AVU vereinbaren Kooperation

Für eine sichere Trinkwasser-Versorgung in der Region: Die beiden Versorger verknüpfen ihr Wasserleitungsnetz.

Die beiden Trinkwasser-Versorger Mark-E, ein Unternehmen der Enervie-Gruppe (Hagen), und AVU (Ennepe-Ruhr-Kreis) haben eine langfristige Kooperation vereinbart, um sich gegenseitig mit Trinkwasser "auszuhelfen", so die Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die beiden Wasserleitungsnetze (AVU Netz: 1252 Kilometer; Enervie vernetzt: 750 Kilometer im Netzbereich Hagen) bekommen in ihrem nördlichen Bereich eine Verknüpfung. Die Leitung soll das Wasserwerk Hengstey der Mark-E mit dem AVU-Netz in Wetter-Volmarstein verbinden. Dies ist eine der Voraussetzungen für die AVU, um das Wasserwerk in Volmarstein außer Betrieb zu nehmen, so die Unternehmen. Dabei handele es sich aber nur um eine Sicherungsmaßnahme, denn bereits jetzt werde das AVU-Wasserwerk im Ruhrtal nur an wenigen Tagen im Monat in Betrieb genommen. Das Trinkwasser für die AVU-Kunden komme nahezu vollständig aus dem Wasserwerk Rohland an der Ennepe-Talsperre – im letzten Jahr waren es rund 8,2 Mio. Kubikmeter.

Neue Möglichkeiten der Gestaltung

Neben den technischen Vorteilen für die Versorgungssicherheit betonen beide Unternehmen aber auch einen anderen Aspekt: Wenn das Wasserwerk Volmarstein nicht mehr in Betrieb sei, bieten sich für die Stadt Wetter und die gesamte Region neue Möglichkeiten, diesen Abschnitt des Ruhrtals zu gestalten. Und diese Chance unterstützen die beiden Wasserversorger natürlich gerne.

Der Beginn der Baumaßnahmen ist frühestens Mitte 2018 geplant, die Fertigstellung im Jahr darauf. Neben einer neuen Leitung muss die AVU Netz auch das Pumpwerk in Volmarstein modernisieren: Denn das Wasser muss bei Bedarf den Berg hoch nach Volmarstein gepumpt werden, um dann ins weitere Netz, also in die Südkreis-Städte, fließen zu können. (al)