Um die sächsischen Wasserbestände steht es nicht gut.
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Wassermangel in Sachsen: Minister befürchtet kritische Situation

Sachsen macht Wassermangel zunehmend zu schaffen. Die Lage könnte noch schlimmer werden als 2018 oder 2019.

Der Wassermangel macht Sachsen zunehmend zu schaffen. Die aktuelle Lage sei sehr ernst, erklärte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) am Freitag bei einem Besuch der Talsperre Cranzahl im Erzgebirge: "Helfen würden nur überdurchschnittliche Niederschläge in den kommenden Wochen." Wenn es weiterhin so trocken bleibe, habe man spätestens im Frühsommer Niedrigwasser, das noch kritischer als 2018 oder 2019 ausfallen könne.

Nach Angaben des Ministeriums sinken seit Jahresbeginn die Pegel von Flüssen und Talsperren. Zudem sind die Böden deutlich zu trocken, die Grundwasserstände liegen vielerorts unter den langjährigen Monatsmittelwerten. An der Talsperre Cranzahl musste der Abfluss in den Lampertsbach eingestellt werden. Während der Winter 2018/2019 mit entsprechenden Regenfällen noch eine deutliche Entspannung brachte, blieb die Erholung in diesem Jahr bislang aus. Normalerweise füllen sich Talsperren im Winterhalbjahr und sind Ende März wieder voll. Laut Ministerium sind die 23 Trinkwassertalsperren aktuell im Schnitt nur zu 73 Prozent gefüllt. (dpa/gun)