Die Stadtwerke München öffnen ab dem 8. Juni die ersten Freibäder, darunter auch das Dantebad (Bild).
Bild: © SWM/Robert Götzfried

München: Die Freibäder öffnen, aber mit Reservierungspflicht

Einfach spontan zum Baden gehen, ist in diesem Sommer in München nicht möglich: Um die Einhaltung der Abstandsregeln zu gewährleisten, führen die Stadtwerke ein Reservierungssystem ein.

Eine Reservierungspflicht  und beschränkte Besucherzahlen – das sind die größten Veränderungen bei der Wiederöffnung der Freibäder der  Stadtwerke München (SWM). Seit 17. März waren diese coronabedingt geschlossen, in der zweiten Pfingstferienwoche wird nun die Sommerbadesaison beginnen, teilen die SWM mit.  Als erstes öffnen öffnen ab Montag, 8. Juni, Schyrenbad, Dantebad, Bad Georgenschwaige, Prinzregentenbad.

Viele Bäder-Beschäftigte sind ganz oder teilweise aus der Kurzarbeit zurückgeholt worden, um den schnellen Start in die Sommersaison zu ermöglichen. Die Kurzarbeit hat den SWM geholfen, die unabsehbare Schließung der Bäder zu überbrücken und die wirtschaftlichen Verluste etwas abzufangen. Die SWM haben das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent, in den unteren und mittleren
Einkommensklassen auf 95 Prozent der Nettoeinkommen aufgestockt.

Maximal sechs Tickets reservierbar

 An heißen Tagen einfach spontan zum Baden – das werde es im Sommer 2020 allerdings nicht geben, heißt es. Die Sommerbäder haben Besucherzahlbeschränkungen, die sich an der Größe der Liegewiese und an der Wasserfläche orientieren. Denn jeder Badegast soll so viel Platz im und ums Becken haben, dass er den nötigen Abstand zu anderen sicher einhalten kann. Um das zu sicherzustellen,
 führen die Münchner Bäder ein Reservierungssystem ein: Drei bis vier Tage im Voraus kann jeder für sich und maximal fünf weitere Personen Tickets auf www.swm.de/m-baeder in einem Bad reservieren. Das Reservierungssystem wird Ende der kommenden Woche freigeschaltet.

Maximale Nutzerzahlen für die Becken

Die Reservierung ist für alle Badegäste verpflichtend, also etwa auch Kinder, die keinen Eintritt zahlen müssen oder den Ferienpass nutzen sowie für München-Pass-Inhaber und Begleitpersonen von Schwerbehinderten. Nach der Reservierung wird ein Code an die angegebene E-Mail-Adresse geschickt. Nur mit diesem Code können vor Ort Eintrittskarten erworben werden. Eine weitere
Reservierung ist erst möglich, wenn die aktuelle eingelöst wurde respektive der Termin verstrichen ist. In den Freibädern seien grundsätzlich alle Becken geöffnet, Attraktionen wie Sprudelliegen, Strömungskanal oder Wasserpilz blieben außer Betrieb. Auch für die Becken in den Sommerbädern gelten maximale Nutzerzahlen, die vom Personal überwacht werden. Sei die jeweilige Maximalzahl erreicht, werde kurzfristig der Zugang zu Badeplattform und Becken gesperrt. (hoe)