Ein Wasserspeicher des Nürnberger Kommunalversorgers N-Ergie AG. Bild: N-Ergie

Sorge um Trinkwasser in Nürnberg

Ein geplanter Autohof, der unmittelbar an ein Trinkwasserschutzgebiet grenzen soll, erregt zurzeit die Gemüter in der Frankenmetropole.

Ein geplanter Autohof direkt an der Autobahnausfahrt der A9 im oberfränkischen Plech soll die Trinkwasserversorgung in Bayerns zweitgrößter Stadt gefährden. Dies befürchtet der Nürnberger Versorger N-Ergie. Wie eine Sprecherin mitteilte, wolle man alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Bau der Tank- und Rastanlage zu verhindern, berichtet "Bayerntext". Die Sorge ist, dass das Gelände direkt an ein Wasserschutzgebiet angrenzt. Daraus kommt aber mehr als ein Drittel des Nürnberger Trinkwassers.

Der Plecher Bürgermeister Karl-Heinz Escher (Überparteiliche Wählergruppe) versicherte hingegen, der Investor werde alle Auflagen erfüllen. Das Gelände sei bereits vor einigen Jahren als Gewerbegebiet ausgewiesen worden, es gäbe dort bereits zwei Supermärkte und ein Schnellrestaurant. Ein Autohof würde dieses Gebiet weiter stärken. Obwohl sich der Gemeinderat ausdrücklich für das Projekt ausgesprochen hat, ist für diesen Sonntag ein Volksentscheid geplant. (msz)