Reinwasserbehälter des neuen Zwischenpumpwerks im Bauzustand. Die Berliner Wasserbetriebe planen mit einer Bauzeit von 820 Tagen.
Bild: © Berliner Wasserbetriebe

Berliner Wasserbetriebe bauen neues Zwischenpumpwerk

Im Nordosten Berlins entstehen Speicherbehälter für 68.000 Kubikmeter Trinkwasser. Der Neubau war wegen schlechten Baugrunds und Fugenschäden an den alten Behältern nötig geworden.

Die Berliner Wasserbetriebe bauen in Lindenberg, kurz hinter der Berliner Stadtgrenze, für rund 50 Millionen Euro ein Zwischenpumpwerk. Es soll die wachsende Bevölkerung in den Stadtteilen Pankow, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg mit Trinkwasser versorgen, wie das kommunale Unternehmen in einer Presseerklärung mitteilt. Zum Pumpwerk gehören vier Reinwasserbehälter, die als Zwischenspeicher für insgesamt 68.000 Kubikmeter Trinkwasser (68 Millionen Liter) dienen.

Das große Fassungsvermögen der Speicher – genug für 27 olympische Schwimmbecken – mache das Projekt zum größten Neubau von Reinwasserbehältern der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland, heißt es weiter. Baubeginn war Ende 2019. Im Sommer 2021 soll das neue Zwischenpumpwerk mit einer Gesamtlänge von 180 und einer Breite von 80 Metern in Betrieb gehen.

Gut zwei Jahre Bauzeit

Dazwischen liegen 820 Tage Bauzeit, ein insgesamt 30.000 Quadratmeter großes Baufeld und 3180 sogenannte Rüttelstopfsäulen, auf denen der Bau sicher ruhe. Dabei verdränge eine Rüttellanze säulenförmig das Erdreich bis auf den tragenden Grund. Der so entstandene Hohlraum werde mit Kies oder Schotter aufgefüllt.

Der schlechte Baugrund und damit verbundene Fugenschäden an den in den 80er-Jahren errichteten alten Behältern hatten den Neubau nötig gemacht. Er werde technisch auf dem neuesten Stand sein. Zudem werde er mit einer Solaranlage auf dem Dach auch Grünstrom für die Pumpen liefern, so die Berliner Wasserbetriebe. (jk)