Nur noch bis Ende Juli 2015 gemeinsame Geschäftsführer bei den Stadtwerken Augsburg: Dr. Walter Casazza und Klaus-Peter Dietmayer. Klaus-Peter Dietmayer führt die Geschäftsführung bei Erdgas-Schwaben weiter, Casazza bleibt bis ein Nachfolger gefunden wird alleiniger Geschäftsführer bei den SWA. Bild: SWA

Stadtwerke Augsburg stellen sich neu auf

Klaus-Peter Dietmayer verlässt die SWA Ende Juli. Er bleibt Geschäftsführer bei Erdgas Schwaben. Beide Unternehmen wollten miteinander fusionieren.

Nach dem Bürgerentscheid und dem Votum gegen eine Fusion der Energiesparte der Stadtwerke Augsburg (SWA) mit Erdgas Schwaben, wollen die Stadtwerke nun den Blick nach vorn richten. Es werde jetzt keine Schnellschüsse geben, so Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Kurt Gribl auf einer Mitarbeiterversammlung beider Unternehmen.

Klaus-Peter Dietmayer wird die Stadtwerke wie vereinbart zum 31. Juli verlassen und bleibt Geschäftsführer bei Erdgas Schwaben. Bis ein Nachfolger gefunden sei, werde Geschäftsführer Dr. Walter Casazza die Stadtwerke alleine leiten, so die SWA.

Über Dietmayers Nachfolge soll im Herbst eine Findungskommission entscheiden. Als Geschäftsführer beider Unternehmen hatte Dietmayer den Auftrag, den Fusionsprozess zu gestalten. Es sei von vorneherein vereinbart gewesen, das sein Engagement bis zum 31. Juli ende, sollte es nicht zur Fusion kommen.

Die SWA wollen sich OB Gribl zufolge nun neu ausrichten. Die Potenziale der Eigenoptimierung der Stadtwerke, die bereits in den Machbarkeitsstudien zur Fusion erarbeitet wurden, sollen nun konkretisiert werden. Wie viele Stellen darauf basierend wegfallen, könne noch nicht beziffert werden. Die Einsparung der Stellen soll durch natürliche Fluktuation erfolgen, betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.

Die Stadtwerke werden mit Erdgas Schwaben trotz der gescheiterten Fusion in Teilbereichen zusammenarbeiten. In der Machbarkeitsstudie wurden auch strategische Partnerschaften untersucht. Demnach bergen Kooperationen in unterschiedlichen Feldern Synergiepotenziale von rd. 2 Mio. €, anstatt wie bei der Fusion veranschlagt, 11,5 Mio. € pro Jahr.

Außerdem sei im August vorgesehen innerhalb des Stadtwerke-Konzerns eine große Netzgesellschaft zu installieren, um Erlöse in dem regulierten Bereich der Energienetze zu sichern. (sg)