Die Kölner "Rhingos" sind jetzt für die Helfer unterwegs.
Bild: © Rheinenergie

Sharing für die Helfer

Anbieter neuer Mobilitätsdienste machen die Corona-Not zur Tugend.

Während die Bürger zuhause bleiben sollen, müssen die Helfer mobil sein. Gleich mehrere kommunale Sharing-Anbieter haben in diese Situation eine gute Idee: Sie bieten ihre Fahrzeuge den Ärzten, Pflegern, Polizisten, Verkäufern und sonstigen Helden kostenlos an.

Berlkönig im Sondereinsatz

So fährt etwa der Berliner Berlkönig in den Sondereinsatz: Die Berliner Verkehrsbetriebe und Viavan haben beschlossen, das gemeinschaftlich betriebene Ridepooling-Angebot bis Mitte April in den Dienst des Berliner Gesundheitswesens zu stellen. Der reguläre Betrieb wird vorübergehend ausgesetzt. Stattdessen werden die Kapazitäten verwendet, um kostenlos und exklusiv ärztliches Personal, Pflegepersonal, medizinische Fachangestellte und Rettungskräfte zu oder vom Dienst zu fahren. In der Zeit von 21 bis 5:30 Uhr sind die Fahrzeuge im Einsatz.

25 Autos für Osnabrück

In Osnabrück stellt die Stadtwerke-Tochter Stadtteilauto OS den Beschäftigten in systemrelevanten Berufen in Kürze kostenlos Carsharingautos zur Verfügung. „Wir nehmen im ersten Schritt 25 Fahrzeuge aus unserer Flotte und teilen die auf die Osnabrücker Klinikstandorte auf“, erläutert Stadtteilauto-Geschäftsführer Werner Linnenbrink. Die Klinikleitungen können die Fahrzeuge ihren Beschäftigten bei Bedarf zur Verfügung stellen. „Unser Angebot ist kostenlos; bei Bedarf versuchen wir, kurzfristig weitere Fahrzeuge für Beschäftigte in systemrelevanten Berufen bereitstellen zu können.“

Rhingo in Köln

Auch die Rheinenergie unterstützt Menschen, die im Gesundheitswesen, im Lebensmitteleinzelhandel, in Apotheken und Drogerien, bei der Feuerwehr, der Polizei, in Ordnungsämtern oder im Katastrophenschutz arbeiten. Die Helfer können für ihren Arbeitsweg den Elektroroller Rhingo nutzen. Die Kosten für Fahrten schreibt das Unternehmen dem jeweiligen Kundenkonto im Nachhinein wieder gut. Nötig dafür ist ein Screenhot der Fahrt aus der Rhingo-App sowie ein Nachweis des Arbeitgebers. (wa)