Edis akzeptiert Potsdamer Vorschlag für EWP-Spitze

Die neue Doppelgeschäftsführung der Energie und Wasser Potsdam (EWP) ist so besetzt worden, wie es OB Jann Jakobs vorgeschlagen hatte. Edis spielte mit.

Der mehrheitlich kommunale Versorger Energie und Wasser Potsdam (EWP) hat seit gestern wie geplant wieder eine ordentliche Geschäftsführung: Die Gesellschafterversammlung aus dem erst am Freitag berufenen Stadtwerke-Potsdam-Geschäftsführer Horst Müller-Zinsius sowie Bernd Dubberstein vom Netzbetreiber Edis bestellte Jörn-Michael Westphal, einen Geschäftsführer des städtischen Wohnungsunternehmens Pro Potsdam, und Dr. Christian Erdmann, Leiter des Rechnungsprüfungsamtes. Damit bestätigte Edis als Minderheitsgesellschafter den Vorschlag, den OB Jann Jakobs am 20. Juni im Hauptausschuss des Rates unterbreitet hatte. Erdmann war wie Müller-Zinsius am Freitag übergangsmäßig auch zum SWP-Geschäftsführer berufen worden.

Man habe bewusst eine Doppelgeschäftsführung "aus einer erfahrenen Führungskraft aus der Verwaltung sowie einer aus der kommunalen Wirtschaft" bestellt, hieß es in einer Mitteilung der SWP. Jetzt sei die EWP nach der Freistellung von EWP-Geschäftsführer Holger Neumann wegen Untreuevorwürfen und dem Rücktritt seines Kollegen Wilfried Böhme in diesem Monat wieder handlungsfähig. Sie sollen den Energieversorger wieder "in ruhigere Bahnen bringen". Jörn-Michael Westphal soll sich dabei aufs Tagesgeschäft konzentrieren. Christian Erdmann macht es sich unter anderem zur Aufgabe, Interessenkonflikte zwischen Pro Potsdam, in deren Geschäftsführung sein EWP-Kollege Westphal bleibt, und der EWP zu verhindern. (geo)