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Brandenburg schärfer gegen Wasserversorger

Die Landeskartellbehörde Brandenburg will prüfen, ob bei einzelnen Wasserversorgern der "Verdacht auf missbräuchlich überhöhte Preise" besteht.

Die Landeskartellbehörde im Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Brandenburg hat die Ergebnisse einer Sektorenuntersuchung von 93 Trinkwasserversorgern im Bundesland veröffentlicht. Dabei streicht sie "erhebliche Unterschiede" bei den Trinkwasserentgelten hervor, gleichgültig, ob es sich um Preise privatwirtschaftlich organisierter Versorger oder Gebühren von Versorgern in öffentlicher Rechtsform handelt. Demnach liegen die "Entgelte" bei einem Zwei-Personen-Haushalt mit 80 m3/a Musterverbrauch zwischen 104 und 303 €, bei einem Einfamilienhaus mit 150 m3/a Trinkwasserabnahme reichen sie von 153 bis 468 €. Dies nimmt die Behörde künftig "zum Anlass", einzelne Verdachtsfälle missbräuchlich erhöhter Preise zu prüfen. Dabei erwähnt sie, dass sie gemäß dem neugefassten § 130 Absatz 1 Satz 2 des neugefassten Kartell-Bundesgesetzes GWB keine Gebühren (mehr) prüfen darf. Interessierte Dritte dürfen bis 21. November zur Untersuchung Stellung nehmen. (geo)

Externer Link zu den Ergebnissen der Sektorenuntersuchung im "Strukturatlas Brandenburg", Kapitel "Energie und Wasser"

Zum Herunterladen: Sektorenuntersuchung auf der Ministeriums-Website