Das Kompetenzzentrums will Lösungen für kleine und große Wasserversorger entwickeln.
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NRW gründet Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft

Die neue Institution wird vom Landes-Umweltministerium und mehreren großen regionalen Wasserversorgern getragen.

Nordrhein-Westfalen hat am Mittwoch gemeinsam mit mehreren Wasserwirtschaftsunternehmen das Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft gestartet. „Ich bin stolz, dass uns dieser Schulterschluss zwischen Umweltpolitik, Umweltverwaltung und Wasserwirtschaftsbetrieben gelungen ist“, sagte die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser anlässlich der Eröffnung.

„Damit setzen wir gemeinsam einen weiteren wichtigen Baustein, um unsere Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung auch in Zeiten des Klimawandels zukunftssicher zu machen“, so Heinen-Esser laut einer Pressemitteilung. „Mit diesem Kompetenzzentrum schaffen wir den Rahmen, um auf Basis gemeinsamer Werte wasserwirtschaftliche Fragestellungen mit digitalen Ansätzen neu zu denken und Lösungen für kleine und große Unternehmen zu entwickeln.“

Konkrete Lösungen für die Praxis
 
Angesiedelt ist das Kompetenzzentrum auf dem Digital Campus Zollverein in Essen. Geleitet wird es von Ulrike Düwel, die alle Akteure der Wasserwirtschaft zur aktiven Mitgestaltung aufruft: „Wasserversorgungs- und Abwasserunternehmen, Wasserforschung, Digitalforschung, innovative Unternehmen der Zulieferbranche und nicht zuletzt die Umweltverwaltung sind eingeladen, ihre Kompetenzen mit einzubringen, um die Digitalisierung der Wasserwirtschaft nach vorne zu bringen. In kreativer Atmosphäre sollen Zukunftsthemen und offene Fragen ausgetauscht und neu gedacht werden.“

Dazu sind Formate wie zum Beispiel Wissensdatenbanken, Workshops und Präsentationen von Praxisbeispielen geplant. Zudem unterstützt das Kompetenzzentrum die Wasserwirtschaft auch bei Fragen zur IT-Sicherheit.

Finanzierung für drei Jahre steht

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ist Hauptanteilseigner des Kompetenzzentrums Digitale Wasserwirtschaft und unterstützt das Projekt für zunächst drei Jahre mit jährlich 450.000 Euro.

Die weiteren Gesellschafter sind die Emschergenossenschaft, der Lippeverband sowie die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen, die Stadtentwässerungsbetriebe Köln und die Wasserversorgungsunternehmen Gelsenwasser und Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft. (hp)