In Bamberg fließt wieder Wasser aus den Hähnen der Trinkbrunnen.
Bild: © Stadtwerke Bamberg

Wegen Corona: Berliner müssen auf Wasser aus Trinkbrunnen verzichten

Die Berliner Wasserbetriebe haben die Trinkbrunnen nach der Winterpause nicht aufgedreht. Die Bamberger Stadtwerke haben sich anders entschieden.

Auf Erfrischung an öffentlichen Trinkbrunnen müssen die Berliner in Corona-Zeiten vorerst verzichten. Man habe die Brunnen vorsichtshalber nicht in Betrieb genommen und wolle es angesichts der Pandemie zunächst auch dabei belassen, sagte eine Sprecherin der Berliner Wasserbetriebe auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Hintergrund ist demnach, dass Schmierinfektionen an den Brunnen nicht auszuschließen seien. Zudem gelte es, Menschenansammlungen in deren Umfeld zu vermeiden. «Über das Wasser an sich ist das Virus nicht übertragbar», betonte die Sprecherin.

Über 100 Trinkbrunnen

Grundsätzlich stehen in Berlin laut den Wasserbetrieben inzwischen 120 Trinkbrunnen zur Verfügung. Über den Winter fließt dort generell kein Wasser. In wärmeren Monaten ist neben dem Trinken vor Ort auch das Füllen mitgebrachter Flaschen möglich. Gerade in Parks mit vielen Sportlern und Spielplätzen muss man manchmal für die Nutzung anstehen.

Dagegen haben die Bamberger Stadtwerke ihre vier Trinkwasserbrunnen wieder aufgedreht. Nach der Winterpause haben die Stadtwerke die Wasserqualität an den Brunnen durch ein unabhängiges Labor prüfen lassen. Zum Schutz vor Frostschäden stellt der Bamberger Wasserversorger jedes Jahr die Trinkwasserbrunnen in der Innenstadt ab. Jetzt wurden die Leitungen kräftig durchgespült und gesäubert und das Wasser läuft wieder.

Wasserqualität wird regelmäßig getestet

Um sicherzustellen, dass nur höchste Qualität aus den Brunnen fließt, haben die Stadtwerke anschließend Proben genommen und von einem unabhängigen Labor prüfen lassen. Das hat „grünes Licht“ für die Inbetriebnahme gegeben. Damit das Qualität einwandfrei bleibt, fließt das Wasser stetig langsam aus den Brunnen. So wird verhindert, dass Wasser in der Leitung stehen bleibt und sich Keime bilden. Außerdem führen die Stadtwerke in regelmäßigen Abständen Wartungen und Kontrollen durch. (hp/dpa)