Die Grundwasserstände in Hessen sind nach wie vor niedrig. Das hängt maßgeblich mit der zehnmonatigen Trockenperiode im Jahr 2018 zusammen.
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Grundwasser hat sich noch nicht von Trockenheit 2018 erholt

Die zehnmonatige Trockenperiode vor zwei Jahren wirkt immer noch nach. In Hessen lagen die Grundwasserstände Ende Oktober sogar unter denen des Vorjahres.

Das Grundwasser in Hessen hat sich noch immer nicht von der zehnmonatigen Trockenperiode des Jahres 2018 erholt. Im Gegenteil: Nach Angaben des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) lagen die Grundwasserstände Ende Oktober sogar unter denen des Vorjahres.

"Die niedrigen Grundwasserstände sind maßgeblich auf die zehnmonatige Trockenperiode im Jahr 2018 zurückzuführen, von der sich die Fließgewässer und die Grundwasserstände noch immer nicht erholt haben", hieß es in einer Mitteilung des HLNUG.

"Seen und Flüsse litten unter Niedrigwasser"

Ursache sei aber unter anderem auch der vergangene Sommer, der ebenfalls zu trocken war. "Dadurch litten Seen, Flüsse und Bäche im hydrologischen Sommerhalbjahr, das von Mai bis Oktober dauert, unter Niedrigwasser", teilte das Landesamt in Wiesbaden mit. 

Den Angaben zufolge fielen während dieser Zeit hessenweit insgesamt nur 321 Millimeter Regen. Das sind 97 Millimeter weniger als der langjährige Mittelwert des Zeitraums 1981 bis 2010.

"In den Seen stand das Wasser diesen Sommer noch niedriger als in den beiden Vorjahren, was beim seenähnlichen Lampertheimer Altrhein und in der Edertalsperre besonders auffiel", teilte das Landesamt mit.

"Keine ausgeprägten Nassjahre seit 2003"

Im hydrologischen Winterhalbjahr, wenn die Vegetation ruht und die Verdunstung wegen der niedrigen Temperaturen gering ausfällt, steigt das Grundwasser üblicherweise wieder an. Da laut HLNUG allerdings seit 2003 keine ausgeprägten Nassjahre mehr auftraten, gab es solche Schwankungen zuletzt nicht mehr.

"Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auch auf Hessen aus. Wir werden uns auf diese Veränderungen einstellen und daran anpassen müssen", sagte HLNUG-Präsident Thomas Schmid. Die Versorgung mit Trinkwasser ist nach Darstellung des Hessischen Umweltministeriums aber gesichert. (dpa/hoe)