Die Investitionsquote der Trinkwasserversorger liegt deutlich über der anderer Branchen.
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Investitionen der Wasserversorger steigen

Im vergangenen Jahr haben die Unternehmen mehr Geld für die Infrastruktur ausgegeben. Treiber sind die Rohrsanierung und ein Zukunftsthema.

Die deutschen Trinkwasserversorger haben im Jahr 2019 rund 3,05 Milliarden Euro in die Instandhaltung ihrer Anlagen und in den Ausbau und die Erneuerung ihrer Infrastruktur investiert. Dies zeigen erste Prognosen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Investitionen der Trinkwasserversorger um fast fünf Prozent angestiegen (2018: 2,917 Milliarden Euro). Mehr als die Hälfte davon (58 Prozent) floss in die Rohrnetze. Das liegt vor allem an steigenden Ausgaben für die Sanierung und Erneuerung von Trinkwasserrohrnetzen.

Intelligente Zähler

Rund 20 Prozent der Investitionssumme wurden für die Wassergewinnung, -aufbereitung und -speicherung aufgebracht. Die restlichen 22 Prozent verteilen sich auf Zähler, Messgeräte, IT und sonstige Investitionen. Deutliche Wachstumsraten von rund einem Drittel gab es hier im Bereich Zähler- und Messwesen – insbesondere mit Blick auf intelligente, digitale Geräte.

Der Investitionsanteil der Wasserversorgung macht zurzeit rund ein Fünftel des Gesamtumsatzes der Branche aus. Damit liegt diese Investitionsquote weit über dem Durchschnitt anderer Wirtschaftsbereiche, wie zum Beispiel des verarbeitenden Gewerbes mit etwas mehr als drei Prozent. Um die hohe Qualität der Wasserversorgung auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können, sind weiterhin nachhaltige Investitionen für Sanierung und Erneuerung erforderlich, konstatiert der BDEW. Auch im Bereich Zähler und Messwesen werden die Investitionen in den nächsten Jahren weiterhin signifikant zunehmen. (hp)