Durchschnittlich 2,8 Prozent: Wasserpreise in Baden-Württemberg landesweit mit moderater Erhöhung Bild: © Rainer Sturm/Pixelio

Baden-Württemberg: Trinkwasser durchschnittlich 2,8 Prozent teurer

32 Versorger im Südwesten haben ihren Bezugspreis stabil gehalten.

Die Energiekartellbehörde des Landes hat eine aktuelle Übersicht der Trinkwasserpreise für Haushaltskunden in Baden-Württemberg veröffentlicht. Erfasst wurden 81 Wasserversorger, die keine Gebühren, sondern privatrechtliche Entgelte verlangen. Nur diese eher größeren Versorger unterliegen der kartellrechtlichen Aufsicht. Seit der letzten Erhebung Anfang 2018 hat mehr als die Hälfte der privatrechtlichen Versorger - und zwar 48 von 81 - die Preise erhöht. Im Durchschnitt müssen die versorgten Haushalte in diesem Jahr 2,8 Prozent mehr für ihr Wasser bezahlen als 2018. Die Steigerung hatte im Jahr davor, also 2017, lediglich 1,8 Prozent betragen. Die Übersicht bezieht sich auf einen Haushalt mit einem angenommenen Jahresverbrauch von 150 Kubikmeter Wasser.

Für diese 150 Kubikmeter Wasser – das ist der angenommene Verbrauch eines 4-Personen-Haushalts – verlangen die Versorger im Landesdurchschnitt jetzt 403 Euro, das sind 2,69 Euro pro m3. Die Preisspanne liegt dabei nach wie vor weit auseinander. Der teuerste Anbieter verlangt 531 Euro pro Kubikmeter, der günstigste etwas mehr als 272 Euro. Am preisgünstigsten sind dabei wie im Vorjahr die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen GmbH mit 1,81 Euro/m3.

In Albstadt sinkt der Wasserpreis

Mit Abstand am teuersten ist das Wasser in Külsheim; das dortige Stadtwerk verlangt 3,54 Euro/m3. Am stärksten erhöht haben sich in diesem Jahr Bezugspreise der Stadtwerke Baden-Baden, und zwar um satte 16,16 Prozent, demgegenüber konnten die Albstadtwerke ihren Preis um gut drei Prozent senken. 32 Versorger haben ihren Bezugspreis stabil gehalten. Die Wasserpreisübersicht ist auf der Internetseite www.versorger-bw.de zu finden. (sig)