Ein Blick in die Speicher des Hausener Wasserwerks zeigt, die Freiburger müssen sich um ihre Trinkwasserversorgung keine Sorgen machen.
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Badenova ändert Wasserverteilung im Breisgau

Die anhaltende Dürre im Südwesten macht dem Versorger zu schaffen. Das Werk in Ebnet gerät durch den Spitzenverbrauch an seine Grenzen – jetzt kommt Hilfe aus Hausen.

Langsam geht dem Rekordsommer in weiten Teilen Deutschlands die Puste aus, trotzdem müssen Trinkwasserversorger vielerorts in Anbetracht von Verbrauchsspitzen bei gleichzeitiger Dürre improvisieren. Die Badenova-Tochter BnNetze teilte ihr Versorgungsgebiet daher neu ein.

Für gewöhnlich bezieht ein Teil der Freiburger Haushalte ihr Trinkwasser aus dem Wasserwerk Ebnet im Dreisamtal. BnNetze fördert derzeit rund 70 000 Kubikmeter Wasser pro Tag – üblich sind 60 000 Kubikmeter an heißen Sommertagen. Das Mehrbedarf von zirka 15 Prozent will das Unternehme nun über das Wasserkraftwerk in Hausen decken.

Keine Engpässe in Sicht

Hintergrund der Neuverteilung sind nicht nur die Spitzenverbrauchszeiten, sondern das sinkende Wasserdargebot in Ebnet. In den vergangenen Monaten liefern die Quellen im Dreisamtal 30 Prozent weniger Wasser. Ein echter Versorgungsengpass droht den 220 000 Freiburgern jedoch nicht, erklärt Klaus Rhode, Bereichsleiter bei der Badenova-Tochter. Die Umstellung sei nur temporär und wird wieder geändert, sobald der Grundwasserspiegel in Ebnet wieder steigt. (ls)