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Müller verlässt BDEW

Die langjährige BDEW-Hauptgeschäftsführerin wechselt in den Vorstand einer Konzerngesellschaft von RWE.

Hildegard Müller (48) wird den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bereits per Ende diesen Monats verlassen. Am ersten Mai übernimmt sie einen Vorstandsposten in einer Konzerngesellschaft des Energieversorgers RWE. Um welchen Posten es sich genau handelt und, ob es dabei um den Vorstandsvorsitz der neuen RWE-Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze geht, die Ende diesen Jahres an die Börse gebracht werden soll, ließ RWE offen. Gerüchte über einen bevorstehenden Wechsel Müllers zu RWE hatten sich in den vergangenen Monaten hartnäckig gehalten. Als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge gilt Stefan Kapferer (50). Der FDP-Politiker war bis 2014 Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und dort für Energiethemen zuständig. Aktuell ist er  als stellvertretender Generalsekretär bei der OECD in Paris tätig, gemäß "Handelsblatt" läuft sein Vertrag bis September 2016.

Hildegard Müller hatte die Hauptgeschäftsführung des BDEW im Oktober 2008 übernommen. Zuvor war die CDU-Politikerin unter anderem als Staatsministerin im Bundeskanzleramt tätig. "Hildegard Müller hat in den vergangenen Jahren, die für unsere Branche mit gewaltigen Umbrüchen verbunden waren, Herausragendes geleistet", sagte BDEW-Präsident Johannes Kempmann heute in Berlin. Nach der Verbändefusion habe Müller den BDEW neu ausgerichtet und als Spitzenverband der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland etabliert. Zudem habe Müller den Verband klar auf die Umsetzung der Energiewende ausgerichtet und zunehmend auch Mitgliedsunternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien gewonnen. Die Nachfolge im Vorsitz der BDEW-Hauptgeschäftsführung werde durch den BDEW-Vorstand zeitnah entschieden, so Kempmann.

Hildegard Müller bedankte sich bei den Mitgliedsunternehmen und den Mitarbeitern des BDEW für ihr Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. "Nach Jahren intensiver und interessanter Arbeit im Verband freue ich mich darauf, in operativer Unternehmensverantwortung an der Energiewende mitarbeiten zu können", wird Müller in der Medienmitteilung zitiert. Sie sei sicher, dass der BDEW auch in Zukunft seine Schlüsselfunktion im Dialog mit Politik und Gesellschaft für alle Fragen der Energie- und Wasserwirtschaft behalten werde. (hoe)