Boy wird Krisenmanager bei Berlin Energie

Gründungsgeschäftsführer Stephan Boy verlässt das Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen (KKI). Seine Nachfolge beim KKI steht schon fest.

Stephan Boy wird am 1. Juli "Leiter integriertes und sektorübergreifendes Ereignismanagement" beim Landesbetrieb Berlin Energie. Als solcher wird er dem Alleingeschäftsführer Wolfgang Neldner berichten. Boy verlässt hierfür Ende Mai das Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen (KKI), einen Dienstleister für den Aufbau eines integrierten Störungs-, Notfall- und Krisenmanagements bei Strom, Gas, Fernwärme, Wasser, Abwasser, Straßenbeleuchtung und Verkehrsleitsystem. Dies teilten übereinstimmend Heiko Hausrath, Assistent der Geschäftsführung beim KKI, der KKI-Minderheitsgesellschafter Conenergy sowie Berlin Energie der ZfK mit.

Mehrheitseigentümer des KKI ist zu 74,9 Prozent die Gasag-Netztochter NBB. Boys Nachfolgerin als Alleingeschäftsführerin des KKI ist bereits seit 12. Mai Andrea Pieper, so Conenergy gestern nach einer KKI-Gesellschafterversammlung. Sie war zuvor dort Prokuristin.

Geschäftliche Zukunft des Landesbetriebs unklar

Der Wechsel Boys ist bemerkenswert: Die Neugründung Berlin Energie soll nur enge Zeitverträge ausstellen, da die Zuteilung des hauptstädtischen Gasnetzes an  Altkonzessionär NBB/Gasag gerichtlich angefochten wurde und über die Stromnetz-Bewerbung noch nicht entschieden ist. Damit hat der Landesbetrieb und Eigenbetrieb noch kein dauerhaftes operatives Geschäftsfeld. Umgekehrt ist Boy, unter anderem ein gelernter Assessor im feuerwehrtechnischen Dienst (ZfK 8/16, 5), der Gründungsgeschäftsführer des KKI – und wechselt jetzt in die zweite Führungsebene von Berlin Energie. (geo)