Branche will EWI neu ausrichten

Entega-Chefin Marie-Luise Wolff-Hertwig repräsentiert künftig die Energiebranche. Die trägt das Energiewirtschaftliche Institut (EWI).

An der Spitze der Förderer des Energiewirtschaftlichen Instituts der Uni Köln (EWI) gibt es mehrere personelle Wechsel. Sie stehen aber auch für eine künftig andere Schwerpunktsetzung.

Die Chefin des Darmstädter Kommunalversorgers Entega, Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig, ist die Präsidentin der EWI-Fördergesellschaft geworden. Die Gesellschaft verkörpert die jahrzehntelange Initiative der deutschen Energiewirtschaft, um wissenschaftlichen Rat in Anwendungsfragen zu bekommen (und auch der Politik zu geben).

"EWI wird viel mehr zur Datennutzung liefern"

Wolff-Hertwig formulierte deren jetzige Aufgabe so, das EWI bei Digitalisierung und Datennutzung zu unterstützen: "Die Datennutzung muss zur Kernkompetenz der Energiedienstleister werden." Die Branche müsse lernen, in Daten zu denken. "Hier wird das EWI in der Zukunft noch viel mehr Forschung und Beratung liefern können", so Frau Wolff-Hertwig weiter. Das heißt: Aus der Branche wird es dazu verstärkt Drittmittel geben.

Im Übrigen ist das Institut wissenschaftlich unabhängig. Direktoren sind nach wie vor die Professoren Marc-Oliver Bettzüge und Felix Höffler. Beide sind Kölner wirtschaftswissenschaftliche Lehrstuhlinhaber.

Becker, Schädler und Schafhausen

Zu Vizepräsidenten gewählt wurden Sven Becker, Chef der Stadtwerkekooperation Trianel, und Barbara Schädler, Bereichsleiterin "Communications and Political Affairs" bei Eon. Kuratoriumsvorsitzender der Fördergesellschaft ist nun der ehemalige Ministerialdirektor im Bundesumweltministerium, Franzjosef Schafhausen. Der  Klimaschutzexperte will auch aktiv an Forschungsprojekten der EWI-Tochter EWI Energy Research & Scenarios mitwirken. (geo)