Großmann geht in die RAG-Aufsicht

Der Bund schickt drei Persönlichkeiten ins Kuratorium der RAG-Stiftung.

Das "Handelsblatt" berichtet heute, der Bund habe Ex-RWE-Chef Dr. Jürgen Großmann, Ex-Eon-Ruhrgas-Vorstandsvorsitzenden Dr.-Ing. Burckhard Bergmann und NRW-Vizeministerpräsident a. D. Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP) in das Kuratorium der RAG-Stiftung berufen; die Stiftung habe die Information bestätigt. Die RAG finanziert aus den Erträgen ihrer 75%-Tochter Evonik die so genannten Ewigkeitskosten des 2016 auslaufenden deutschen Steinkohle-Bergbaus. Aus den ehemaligen Abbaugebieten muss auf immer Gruben- und Grundwasser abgepumpt werden, damit diese Teile des Ruhrgebiets und des Saarlandes nicht von unten überschwemmt werden.

Das Stiftungskuratorium kontrolliert und bestellt den RAG-Stiftungsvorstand. Die Wahl der Vorsitzenden beider Gremien steht an. Dem "Handelsblatt" zufolge haben Großmann und Bergmann "beste Chancen" auf den Kuratoriumsvorsitz in der Nachfolge von Ex-Eon-Chef Ulrich Hartmann. Die NRW-Landesregierung strebt demnach an, Bundeswirtschaftsminister a. D. und Ex-Evonik-Chef Dr. Werner Müller zum Vorstandsvorsitzenden zu berufen, der ebenfalls im Kuratorium vertretene Bund habe dagegen aber Vorbehalte. Derzeit ist Wilhelm Bonse-Geuking der RAG-Vorstandschef. (geo)