Ein Porträt des verstorbenen Stuttgarter Alt-Oberbürgermeisters Manfred Rommel steht am 7. November im Stuttgarter Rathaus mit einem Trauerflor auf dem Tisch. Manfred Rommel ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Bild: Franziska Kraufmann/dpa

Kommunale Wirtschaft trauert um Rommel

Der frühere Stuttgarter OB und ehemalige Präsident des VKU ist tot. Er war maßgeblich am Aufbau der Kommunalwirtschaft in Ostdeutschland beteiligt.

Der frühere Suttgarter Oberbürgermeister (1974 – 1996) und ehemalige Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU: 1979 – 1996) litt seit Mitte der 90er Jahre an Parkinson und hatte sich nach und nach aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

In seiner Amtszeit als Präsident des VKU fiel die Wiedervereinigung Deutschlands und damit die Wiedererrichtung der Stadtwerke und VKU-Landesgruppen in den neuen Bundesländern. Rommel soll sich dabei sehr persönlich und engagiert um den Aufbau der kommunalen Wirtschaft gekümmert haben, heißt es beim VKU. Auch die Abwicklung der Folgen des "Stromstreits vor dem Bundesverfassungsgericht" von 1992 trage seine Handschrift. Mit großem Einsatz habe sich der ehemalige VKU-Präsident zudem mit den neuen EU-Binnenmarktregelungen für Strom und Gas Mitte der 90er Jahre auseinandergesetzt.

VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck würdigte Rommel als "einen über alle Parteigrenzen hinweg anerkannten und respektierten Oberbürgermeister, der sich zudem als ehrenamtlicher Präsident des VKU um die Stadtwerke äußerst verdient gemacht hat".

Der Südwestrundfunk meldet, Rommel habe in seiner Zeit entscheidend die liberale Grundhaltung in der Stadt mit dem bundesweit höchsten Ausländeranteil geprägt. Zudem habe er als Autor vielen seinen schwäbischen Humor näher gebracht. (msz)