Das neue Vorstands-Team von Enercity: Marc Hansmann (links), Vorstandsvorsitzende Susanna Zapreva und Kai-Uwe Weitz. Bild:Voshage

Enercity plant Neustart

Der Vorstandswechsel bei den Stadtwerken Hannover spiegelt neue Strategie wider.

Der strategische Fahrplan bei der Stadtwerke Hannover AG (Enercity) wird nach der Wahl von neuen Vorstandsmitgliedern durch den Aufsichtsrat am 23. November 2016 erkennbarer. Die seit einem halben Jahr amtierende Vorstandsvorsitzende Dr. Susanna Zapreva plant einen massiven Strategiewandel und einen grundlegenden Transformationsprozess für das kommunale Unternehmen. Die Neuausrichtung will sie von Beginn an mit einem Vorstandsteam umsetzen, dass dafür noch lange genug dem Unternehmen zur Verfügung stehen wird. Die bisherigen Vorstände Harald Noske (Technik) und Jochen Westerholz (Personal) machen daher den Weg frei für den Neustart. Zum 1. Januar 2017 wird Kai-Uwe Weitz und zum 1. April 2017 Marc Hansmann in den Vorstand einziehen.

Mit der Wahl des hannöverschen Stadtkämmerers und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzenden Hansmann sowie dem ehemaligen Karstadt-Manager Weitz zu Vorständen der Stadtwerke Hannover geht eine Umstrukturierung des Vorstands einher: Es wird in Zukunft keine kaufmännische und technische Direktion mehr geben – alle drei Vorstände verantworten Teilbereiche in der Technik und haben operative Aufgaben. Die Vorstandsvorsitzende Zapreva wird neben dem Vertrieb und der strategischen Finanzplanung nach eigenen Aussagen dem Teil der Technik vorstehen, der vertriebsnah ist. Dazu zählt sie besonders die erneuerbaren Energien. Hansmann soll einerseits die operative Finanzplanung und andererseits aus der Technik den Bereich Infrastruktur/Netze bekommen. Die Aufgabe des Arbeitsdirektors übernimmt Weitz. Außerdem werden technische Bereiche, die Dienstleistungsfunktionen für das Unternehmen – wie die IT – bei ihm angegliedert. Aufgrund seiner Erfahrung als Geschäftsführer der Anuka GmbH wird der konventionelle Kraftwerkspark seinem Ressort zugeordnet.

Die genaue Verteilung der Aufgaben soll im Februar 2017 erfolgen. „Was wir alle wollen, ist ein zutiefst kollegialer Vorstand“, berichtet Hansmann. Man habe im Vorfeld sogar geprüft, auf Vorstands-Ressorts komplett zu verzichten – diesen Schritt jedoch als zu weitgehend verworfen. Bis zur konstituierenden Sitzung des nach der Kommunalwahl neu zu bildenden Aufsichtsrats am 2. März 2017 leitet der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Martin Bühre das Kontrollgremium. (vo)

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