Seit 2010 an der Spitze von Eon: Johannes Teyssen
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Eon-Chef Teyssen bleibt nach Fusion mit Innogy Konzernchef

An dem vereinbarten Zeitplan soll nicht gerüttelt werden, sagt Aufsichtsratschef Kley. Künftige Führungsstruktur noch offen.

Eon-Chef Johannes Teyssen wird auch nach der geplanten Übernahme von Innogy durch Eon den neuen Konzern leiten. Das sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Karl-Ludwig Kley dem "Handelsblatt". Ihm stehe eine Menge Arbeit bevor: "Es reicht ja nicht, einen Deal zu machen. Viel wichtiger ist es, dass man ihn auch zum Erfolg führt", zitiert die Zeitung Kley.

Eon und RWE hatten im vergangenen März eine weit reichende Neuaufteilung ihrer Geschäftsfelder vereinbart. Eon will dazu in einem ersten Schritt Innogy komplett übernehmen und im Gegenzug den Konkurrenten RWE am eigenen Unternehmen mit knapp 17 Prozent beteiligen. Das fusionierte Unternehmen soll den Namen Eon behalten. Der Kauf von Innogy soll nach früheren Angaben nicht vor Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein. Bis dahin bleiben Eon und Innogy selbstständige Unternehmen.

"Bis zum letzten Arbeitstag hart arbeiten"

Teyssen ist seit 2004 im Eon-Vorstand und steht diesem seit 2010 vor. Bereits Anfang des Jahres war sein ursprünglich Ende 2018 auslaufender Vertrag bis Ende 2021 verlängert worden. "Ich kenne Johannes Teyssen gut genug, und er wird bis zu seinem letzten Arbeitstag intensiv und hart arbeiten", sagte Kley dem "Handelsblatt". An dem Zeitplan, nach dem dieser Tag Ende 2021 sei, gebe es nichts zu ändern.

Darüber hinaus denkt der Aufsichtsratschef über die künftige Führungsstruktur nach und wie Innogy-Manager darin eingebunden werden können. "Ich muss mir ja zunächst Gedanken über die künftige Struktur des Vorstandes machen - und dann überlegen, wer die besten Manager dafür sind", erklärte Kley der Zeitung. "In diesem Prozess bin ich natürlich schon gedanklich drin." (dpa/hil)