Der Erfurter Dom ist der älteste Kirchenbau in Erfurt. Er ist 81,26 m hoch und besitzt mit der Gloriosa die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt. Bild: © Shutterstock

Erfurt: Wasserrohrbruch legt Versorgung von Teilen der Stadt lahm

An nahezu der selben Stelle wie bereits im August brach in der thüringischen Landeshauptstadt am Wochenende eine Hauptversorgungsleitung für Trinkwasser. Mehrere Straßen wurden überschwemmt.

Ein Wasserrohrbruch in der Erfurter Motzstraße hat am Samstag die Trinkwasserversorgung in Teilen Erfurts zeitweise unterbrochen. Das Wasser überschwemmte gleich mehrere Straßen, berichtete die Netzzeitung Tag24.

Im Prinzip havarierten gleich zwei Wasserleitungsrohre gleichzeitig, erklärte eine Sprecherin der Stadtwerke Erfurt gegenüber der ZfK. Es handelte sich dabei um Graugußrohre aus den 1960er Jahren, mit einem Durchmesser von DN 400 und DN 500, die an dieser Stelle parallel liefen. Die Havarie wurde gegen 7 Uhr am Morgen festgestellt. Bautrupps der Stadtwerke lokalisierten die Stelle und reparierten den Schaden. Durch "Umschiebern" konnte die Versorgung der Haushalte den Umständen entsprechend stabilisiert werden, erklärte die Sprecherin. 

Arbeiten an der Straße dauern noch an

Bis zum Nachmittag war die Trinkwasserversorgung aller betroffenen Stadtteile wieder gesichert. Bis zum Abend war dann auch der Schaden an der beschädigten Leitung behoben, die Arbeiten an den Straßen werde aber laut Stadtwerken noch dauern.

Bereits im Sommer hatte sich in der Straße, etwa 10 Meter von der aktuellen Stelle entfernt, ein Wasserrohrbruch ereignet. Bislang haben die Stadtwerke Erfurt keine Hinweise auf die Ursachen für den Rohrbruch. Eine Fremdeinwirkung kann ausgeschlosschen werden, so die Sprecherin.

Straßensperren wegen der Wassermassen 

Nach Angaben der Stadtwerke waren am Samstagmorgen Bereiche am Hauptfriedhof, am Wohngebiet Bunter Mantel, an der Binderslebener Landstraße, an der Stolzestraße und am Borntalweg sowie Teile der Andreas- und der Brühlervorstadt betroffen. Teilweise mussten durch die Wassermassen auch Straßen gesperrt werden, nach Hochheim war aus Erfurter Richtung kein Durchkommen, hieß es. (sig/al)