Corona ist schuld: „Hubi“ muss noch auf seinen Einsatz in Bad Essen warten. Bild: @ René von der Haar/Stadtwerke Osnabrück

Bad Essen: "Hubi" muss auf Corona-Entwarnung warten

Wegen möglicher Ansteckungsgefahren wird der Start der dritten Testphase für einen autonom fahrenden Bus in einem Kurort im Osnabrücker Land auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der autonom fahrende Shuttlebus „Hubi“ muss seinen Testeinsatz in Bad Essen verschieben. Ursprünglich wollten die Stadtwerke Osnabrück und die weiteren Partner des Förderprojektes „Hub Chain“ den Minibus ab Mai als Zubringer- und Abholshuttle im Kurort testen. Wann die dritte „Hubi“-Testphase unter den Krisenbedingungen nun beginnen kann, ist noch unklar. „Ein Testbetrieb ab Anfang Mai wäre in der derzeitigen Situation abwegig und sinnlos“, stellt Werner Linnenbrink fest, er ist Leiter Mobilitätsangebot bei den Stadtwerken.

Die Verschiebung diene sowohl dem Schutz der mitfahrenden Stewards als auch der maximal sechs Fahrgäste, so Linnenbrink weiter, denn: „Zudem hätten wir davon ausgehen müssen, dass niemand ‚Hubi‘ genutzt hätte in der derzeitigen Situation.“ Bereits ab April hätte „Hubi“ seine ersten Runden in Bad Essen drehen sollen, um die rund 2,3 Kilometer lange und anspruchsvolle Strecke durch den Ortskern zu „erlernen“ – natürlich noch ohne Fahrgäste.

Minibus in Quarantäne

„Auch das erforderliche ‚Einlesen‘ werden wir verschieben‘“, ergänzt Stadtwerke-Projektleiterin Sandra van Tongern. Der autonome Shuttlebus befinde sich bereits seit vergangener Woche gewissermaßen in Corona-Quarantäne. Die Stadtwerke konzentrieren sich nun auf die On-Demand-Testphase in Bad Essen. „Wir hoffen auf weitere Testnutzer, gerne aus dem Gebiet in und um Bad Essen“, so van Tongern.

„Hubi“ soll auf Bestellung wichtige Anlaufstationen im Ortskern miteinander verbinden, er wird an die örtliche Buslinie X276 angebunden. Kernstück des vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützten Förderprojektes Hub Chain ist die Entwicklung einer neuartigen digitalen Mobilitätsplattform für sogenannte „On-Demand“-Verkehre. Diese Verkehre auf Bestellung sollen insbesondere in ländlichen Regionen das Busliniennetz ergänzen und Fahrgäste zu den zentralen Umstiegspunkten der bestehenden Buslinien bringen. (sig)