Luftaufnahme des Klärwerks Emschermündung Bild: Emschergenossenschaft

Fokus liegt jetzt im Gebiet Dinslaken

Emschergenossenschaft baut Klärwerk Emschermündung komplett um.

Die Region Dinslaken wird künftig zu einem Schwerpunkt im Rahmen des Emscher-Umbaus. Die Emschergenossenschaft wird dabei vorrangig an zwei wichtigen Punkten aktiv sein: Neben der ökologischen Umgestaltung der Emschermündung am Stapp wird nun auch das Klärwerk Emschermündung (KLEM) umgebaut. Die Anlage wird an das künftig neue Emscher-System angepasst – denn nach 2017 fließt nicht mehr der Fluss durch das Klärwerk, sondern das Abwasser aus dem aus Oberhausen ankommenden neuen unterirdischen Abwasserkanal.

Im Zuge der ökologischen Verbesserung der Emscher wird der neue unterirdisch verlaufende und sich derzeit im Bau befindliche Abwasserkanal Emscher von Dortmund bis Dinslaken voraussichtlich ab dem Jahr 2018 sämtliches Schmutzwasser aus dem Einzugsgebiet der Emscher unterhalb der Kläranlage Dortmund-Deusen ableiten. Der Kanal hat eine Länge von rd. 51 km, ein Teil des Abwassers wird dabei bereits in der Kläranlage Bottrop gereinigt.

Der Abwasserkanal Emscher endet am Klärwerk Emschermündung in Dinslaken, welches zurzeit noch als Flusskläranlage zur Reinigung der abwasserführenden Emscher betrieben wird. Künftig soll das Klärwerk jedoch ausschließlich mit dem Abwasser aus dem Abwasserkanal Emscher beschickt wird.

Diese geänderte Zulaufsituation sowie der Erneuerungsbedarf der Kläranlage machen den Neubau der kompletten mechanischen Reinigungsstufe (bestehend aus Rechen, Sandfang und Vorklärung) erforderlich. Zudem werden ein Zulaufhebewerk und ein Hochwasserpumpwerk neu errichtet. Darüber hinaus gibt es noch weitergehende Veränderungen: Da nicht mehr das gesamte Emscher-Wasser, sondern der reine Abwasseranteil aus dem unterirdischen Kanal gereinigt wird, erhält das Klärwerk eine reduzierte Wassermenge, dafür allerdings auch eine deutlich höhere Nährstoffkonzentration. Diese neuen Bedingungen machen eine Erneuerung bzw. Anpassung auch im Bereich der biologischen Reinigung erforderlich.

Ab Anfang Juni 2014 beginnt die Emschergenossenschaft bereits mit der Errichtung der Baustelleneinrichtungsfläche außerhalb des Klärwerkgeländes sowie der Errichtung der Fahrstraßen auf dem Klärwerksgelände. Ab Juli 2014 beginnen die ersten Bodentransporte, dabei wird der Erdaushub von der Maßnahme an der Emschermündung am Rhein zum Klärwerk gebracht. Ab November/Dezember wird dann mit den eigentlichen Umbauarbeiten gestartet. Mitte 2018 sollen diese Maßnahmen abgeschlossen sein. (al)