Blick auf die Harzer Talsperre.
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Harzer Talsperre trotz geringer Niederschläge gut gefüllt

Trotz der geringen Niederschläge in den vergangenen Monaten gibt es in den Talsperren im Westharz ausreichend Trinkwasser.

Die sechs Stauseen waren nach Angaben der Harzwasserwerke vom Freitag zu durchschnittlich 61 Prozent gefüllt. Dieser Wert liege aber nur geringfügig unter dem langjährigen Mittel für diese Jahreszeit, sagte Unternehmenssprecherin Marie Kleine. Auch für die kommenden Wochen gebe es keinen Anlass zu Besorgnis: "Die langfristigen Wetterprognosen gehen von einem Wetterwechsel mit mehr Niederschlägen aus." Die Zuflüsse aus dem Oberharz seien momentan aber gering.

Grund für die vergleichsweise entspannte Lage seien die großen Niederschlagsmengen im Januar, März und Mai dieses Jahres, sagte Kleine. Die Granetalsperre als wichtigstes Trinkwasserreservoir habe derzeit sogar einen Füllungsgrad von 80 Prozent. Mit einem Fassungsvermögen von gut 37 Millionen Kubikmetern ist der Stausee die größte Talsperre im Westharz. Nur zu 49 Prozent gefüllt ist derzeit die Okertalsperre.

Wichtigster Trinkwasserversorger Niedersachsens

Als wichtigster Trinkwasserversorger Niedersachsens beliefern die Harzwasserwerke andere Wasserversorger, Stadtwerke und Unternehmen in weiten Teilen des Landes. Gewonnen wird das Wasser vorwiegend aus den Talsperren im Harz, aber auch aus Grundwasserwerken entlang des Leitungsnetzes. Im vergangenen Jahr verkauften die Harzwasserwerke rund 95 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Sie gehören damit zu den zehn größten Versorgern Deutschlands. (dpa/pm)